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Monokini

Ein Monokini (von griechisch: “monos” – einzig, allein) ist ein einteiliger Badeanzug. Die Wortschöpfung bezieht sich natürlich auf den populären Bikini (von der lateinischen Vorsilbe “bi”, die so viel heißt wie doppelt oder zwei), der ja aus einem Oberteil in Form eines BHs und einem Unterteil, dessen Größe je nach Mode vom Tangaslip bis zur Jazzpant oder gar Shorts mit angeschnittenem Bein reicht.

Im Gegensatz zu anderen einteiligen Badeanzügen ist der Monokini aber eine Art Mischung aus Badeanzug und Bikini; er gibt von hinten betrachtet quasi vor, ein Bikini zu sein (daher auch der namentliche Bezug). Auf der Vorderseite jedoch sind Oberteil und Unterteil durch einen mehr oder weniger breiten Steg miteinander verbunden. Dies hat verschiedene Vorteile: erstens kann kein Monokini im Wasser verloren gehen (wem ist nicht schon einmal bei starkem Wellengang das Oberteil nach oben und die Bikinihose nach unten gerutscht oder beim Kopfsprung gar ganz verlustig gegangen…) und zweitens müssen auch Damen, die keinen Waschbrettbauch ihr eigen nennen, im Rückenbereich nicht auf die sexy Schnittführung eines Bikinis verzichten. Um eventuell vorhandene Problemzonen am Bauch zu kaschieren, kann frau ja dann ein Modell mit etwas breiterem Verbindungsstück wählen.

So richtig in Mode kam der Monokini erst ab 2006, obwohl er durchaus keine neue Erfindung ist. Bereits 1964 entwarf Rudi Gernreich ein Modell, bei dem das Unterteil wesentlich höher geschnitten war als heute (fast bis zu den Rippen) und auch die Beinausschnitte waren recht tief. Dafür hatte das Modell aber kein Brustteil, sondern nur zwei dünne Spaghettiträgerchen. Die Brust war also völlig frei! Das war in den anfänglich im Allgemeinen noch recht prüden sechziger Jahren mehr als Modegag gedacht gewesen und wäre wohl selbst heute kaum mehrheitsfähig. Wirklich durchsetzen konnte sich der Monokini also erst in den letzten Jahren mit Brustteil – dafür mit frivoleren Ausschnitten insgesamt.

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